Die Begriffe Lorbeer und Kirschlorbeer werden häufig miteinander verwechselt. Das ist verständlich, denn die Namen ähneln sich und beide Pflanzen werden oft im Garten verwendet. Dennoch handelt es sich um zwei unterschiedliche Pflanzen mit ganz verschiedenen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. In diesem Blog erklären wir verständlich und praxisnah, worin der Unterschied zwischen Lorbeer und Kirschlorbeer liegt, wann man welche Pflanze wählt und warum diese Unterscheidung bei der Pflanzung einer Hecke oder eines Solitärs so wichtig ist.

Was ist Lorbeer eigentlich?

Wenn von Lorbeer die Rede ist, kann damit zweierlei gemeint sein. Zum einen gibt es den echten Lorbeer, Laurus nobilis, der vor allem als Gewürzpflanze bekannt ist. Zum anderen ist im Garten meist der Kirschlorbeer gemeint – eine kräftige, immergrüne Heckenpflanze, die häufig für Hecken und Grundstücksabgrenzungen verwendet wird. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Pflanze tatsächlich gemeint ist, bevor man eine Entscheidung trifft.

Der echte Lorbeer, oft als Lorbeerblatt bekannt, ist eine aromatische Pflanze, die hauptsächlich in der Küche Verwendung findet. Man kennt ihn aus Suppen und Schmorgerichten. Diese Pflanze ist nur bedingt winterhart und wird in Deutschland meist als Kübelpflanze gehalten, damit sie bei strengem Frost geschützt werden kann. Im Garten wird echter Lorbeer nur selten als Heckenpflanze genutzt. Er wächst langsam, ist frostempfindlich und besitzt vor allem einen funktionalen Wert als Gewürzpflanze – nicht als strukturgebende Gartenpflanze.

Laurus nobilis: der echte Lorbeer

Der echte Lorbeer, Laurus nobilis, ist vor allem aus der Küche bekannt. Die aromatischen Blätter werden in Suppen und Eintöpfen verwendet. Als Gartenpflanze wächst er zu einem Strauch oder kleinen Baum heran und wird häufig im Topf kultiviert. Dieser Lorbeer ist weniger winterhart als der Kirschlorbeer und benötigt in kalten Wintern Schutz. Als Heckenpflanze ist Laurus nobilis weniger geeignet, da er relativ langsam wächst und empfindlicher auf Frost reagiert. Für einen geschützten Standort auf Terrasse oder Balkon ist er jedoch – besonders im Kübel – eine attraktive Wahl.

Kirschlorbeer: robuste und beliebte Heckenpflanze

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist mit Abstand die am häufigsten verwendete „Lorbeer“-Pflanze im Garten. Er ist immergrün, winterhart und wächst schnell, was ihn ideal für Hecken macht. Die großen, glänzenden Blätter sorgen für eine dichte Hecke mit viel Privatsphäre. Kirschlorbeer wird häufig als Grundstücksbegrenzung, Windschutz oder grüner Hintergrund im Garten eingesetzt. Wenn von Lorbeerhecken die Rede ist, ist meist Kirschlorbeer gemeint. Er ist robust, schnittverträglich und gedeiht auf nahezu allen Bodenarten.

Portugiesischer Lorbeer: eine stilvolle Zwischenlösung

Der Portugiesische Lorbeer (Prunus lusitanica) gehört zur Familie des Kirschlorbeers, besitzt jedoch eine ganz eigene Ausstrahlung. Die Blätter sind schmaler, dunkler und feiner geformt. Besonders auffällig sind die rötlichen Blattstiele und jungen Triebe, die der Pflanze ein elegantes Erscheinungsbild verleihen. Im Vergleich zum gewöhnlichen Kirschlorbeer wächst der Portugiesische Lorbeer etwas langsamer, bildet dafür aber eine kompakte und sehr gleichmäßige Hecke. Dadurch eignet er sich hervorragend für moderne Gärten oder kleinere Flächen. In der Anschaffung ist er meist etwas teurer, bietet dafür jedoch eine hochwertigere Optik. Bei Budgetplant beobachten wir, dass der Portugiesische Lorbeer immer beliebter wird bei Gartenbesitzern, die die Vorteile von Lorbeerhecken schätzen, aber Wert auf ein besonders edles Erscheinungsbild legen.

Ist Kirschlorbeer giftig?

Ein wichtiger praktischer Unterschied zwischen Lorbeer und Kirschlorbeer ist, dass Kirschlorbeer bei Verzehr für Menschen und Tiere giftig ist. Dies betrifft vor allem die Blätter und Beeren. Für eine Hecke stellt das in der Regel kein Problem dar, sollte jedoch in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren berücksichtigt werden. Die Blätter des echten Lorbeers hingegen sind unbedenklich und werden in der Küche verwendet.

Welchen Lorbeer wählst du für deinen Garten?

Die richtige Wahl hängt vom Einsatzzweck ab. Möchtest du eine essbare Pflanze im Topf oder als Strauch? Dann ist Laurus nobilis die beste Wahl. Suchst du eine robuste, preiswerte Heckenpflanze mit schnellem Wachstum? Dann ist Kirschlorbeer ideal. Legst du Wert auf eine kompakte, stilvolle Hecke mit luxuriöser Ausstrahlung? Dann ist der Portugiesische Lorbeer eine ausgezeichnete Option. Wer Standort, Platzangebot und Pflegeaufwand im Vorfeld berücksichtigt, vermeidet Enttäuschungen und freut sich viele Jahre an einer gesunden, grünen Hecke. Bei Budgetplant unterstützen wir dich gerne bei der Auswahl der passenden Pflanze – egal ob Heckenpflanze, Sichtschutz oder besonderer Solitär für den Garten.

Zusammengefasst: Lorbeer oder Kirschlorbeer?

Auch wenn die Namen leicht zu Verwirrung führen, haben Lorbeer und Kirschlorbeer jeweils ihren eigenen Platz im Garten. Wer vorab klar definiert, welchen Zweck die Pflanze erfüllen soll, trifft eine Entscheidung, an der er lange Freude hat. Eine bewusste Pflanzenauswahl sorgt für einen stärkeren, schöneren und zugleich praktischeren Garten.