Viele Menschen denken, dass die Blütezeit vorbei ist, sobald eine Staude verblüht ist. Doch wussten Sie, dass sich bei vielen Arten eine zweite Blüte fördern lässt? Mit einem einfachen Rückschnitt geben Sie Pflanzen wie Salbei, Katzenminze und Storchschnabel einen neuen Wachstumsimpuls. Das Ergebnis: eine frische Pflanze und oft eine zweite Blütenpracht später im Sommer.
Warum funktioniert ein Rückschnitt?
Nach der Blüte steckt eine Pflanze ihre Energie in die Samenbildung. Entfernen Sie die verblühten Blüten, kann sie ihre Kraft stattdessen in neues Wachstum und neue Blütenknospen investieren. So sorgt der Rückschnitt nicht nur für eine längere Blütezeit, sondern hält die Pflanze häufig auch kompakter und schöner.
Wie weit sollte man zurückschneiden?
Schneiden Sie nicht nur die verblühte Blüte ab, sondern den gesamten Blütenstiel bis knapp über gesundes Laub zurück. Manche Pflanzen vertragen einen kräftigen Rückschnitt. Erschrecken Sie also nicht, wenn sie zunächst etwas kahl aussehen – oft treiben sie schon nach wenigen Wochen wieder kräftig aus.


Welche Pflanzen können zurückgeschnitten werden?
Viele Stauden reagieren nach der ersten Blüte sehr gut auf einen Rückschnitt. Dazu gehören zum Beispiel:
- Salbei (Salvia)
- Katzenminze (Nepeta)
- Storchschnabel (Geranium)
- Glockenblume (Campanula)
- Ehrenpreis (Veronica)
- Mädchenauge (Coreopsis)
- Rittersporn (Delphinium)
Nicht jede Pflanze blüht beim zweiten Mal genauso üppig wie beim ersten Flor, doch oft sorgt der Rückschnitt für viele zusätzliche Wochen voller Blüten.
Rosen: Mit regelmäßigem Ausputzen länger blühen
Rosen gehören zu den bekanntesten Pflanzen, bei denen sich regelmäßiges Ausputzen besonders lohnt. Bleiben verblühte Blüten an der Pflanze, investiert sie ihre Energie in die Bildung von Hagebutten. Entfernen Sie die verblühten Blüten dagegen rechtzeitig, regt das die Rose zur Bildung neuer Knospen an.
Schneiden Sie eine verblühte Blüte immer bis knapp über ein Blatt mit fünf Fiederblättern zurück. Dort entsteht meist ein neuer Trieb mit frischen Blütenknospen. Wiederholen Sie diesen Schnitt regelmäßig während des Sommers, blühen viele öfterblühende Rosen über Wochen oder sogar Monate hinweg weiter. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Rose bleibt gepflegt und verwendet ihre Energie für neue Blüten statt für die Samenbildung.


Extra-Tipp: Nach dem Rückschnitt düngen
Nach dem Rückschnitt beginnt die Pflanze erneut zu wachsen. Eine Gabe Dünger unterstützt sie dabei. Geben Sie nach dem Schneiden etwas organischen Dünger oder Pflanzennahrung, damit ausreichend Energie für neue Triebe und Blüten vorhanden ist.
Ein gepflegtes Beet und längere Blütenfreude
Eine zweite Blüte ist nicht der einzige Vorteil. Durch das Zurückschneiden verblühter Pflanzen wirkt Ihr Beet gepflegter, und Sie verhindern, dass Pflanzen auseinanderfallen oder unordentlich aussehen. Mit nur wenigen Minuten Arbeit können Sie sich oft viele Wochen länger an einer farbenfrohen Blüte erfreuen.
Lassen Sie sich inspirieren
Sie sind sich nicht sicher, welche Pflanzen in Ihrem Garten für eine zweite Blüte geeignet sind? Besuchen Sie Budgetplant. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne zum richtigen Rückschnitt, zur Pflege und bei der Auswahl robuster Stauden für lang anhaltende Blütenfreude.





